Wie viel Haus kann ich mir leisten?
Faustregel: Die monatliche Rate sollte maximal 35% des Nettoeinkommens betragen. Bei 3.500 € netto: max. 1.225 €/Monat Rate. Bei 3,5% Zins und 2% Tilgung (= 5,5% Annuität) entspricht das einer Finanzierung von ca. 267.000 €. Plus Eigenkapital ergibt sich der maximale Kaufpreis. Vergessen Sie nicht die Kaufnebenkosten (10–15%): Grunderwerbsteuer, Notar, Makler.
Wie lange sollte die Zinsbindung sein?
In Zeiten steigender Zinsen: möglichst lange (15–20 Jahre) für Planungssicherheit. In Zeiten fallender Zinsen: kürzere Bindung (5–10 Jahre) für günstigere Konditionen. Aktuell (2026): 15 Jahre Zinsbindung empfehlenswert. Nach 10 Jahren haben Sie ein Sonderkündigungsrecht (§ 489 BGB) — Sie können dann umschulden, selbst bei 15 oder 20 Jahren Zinsbindung.
Was ist Sondertilgung?
Sondertilgung erlaubt, zusätzlich zur regulären Rate Sonderzahlungen zu leisten (z.B. Weihnachtsgeld, Bonus, Erbschaft). Üblich: 5% der Darlehenssumme pro Jahr kostenlos. Bei 300.000 € Kredit: 15.000 €/Jahr extra tilgen. Jede Sondertilgung spart erheblich Zinsen und verkürzt die Laufzeit. Achten Sie beim Vertragsabschluss darauf, dass Sondertilgung kostenlos enthalten ist.
Was ist die KfW-Förderung?
Die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) bietet zinsgünstige Kredite und Zuschüsse für den Immobilienkauf/-bau: KfW 124 (Wohneigentumsförderung: bis 100.000 € Kredit), KfW 261 (Klimafreundlicher Neubau: bis 150.000 €), KfW 261 (Sanierung zum Effizienzhaus: bis 150.000 € + bis 37.500 € Tilgungszuschuss). KfW-Kredite werden über Ihre Hausbank oder den Vermittler beantragt.
Was passiert nach Ende der Zinsbindung?
Nach Ablauf der Zinsbindung haben Sie 3 Optionen: 1) Prolongation: Neuen Zinssatz mit derselben Bank verhandeln (oft nicht der beste Zins). 2) Umschuldung: Zu einer günstigeren Bank wechseln (Restschuld wird übertragen). 3) Vollständige Tilgung der Restschuld. Planen Sie die Anschlussfinanzierung 12–36 Monate vor Ablauf — mit Forward-Darlehen können Sie den aktuellen Zins bis zu 60 Monate im Voraus sichern.