Wie viel Gas verbraucht ein durchschnittlicher Haushalt?
Eine Wohnung (80 m²) verbraucht ca. 8.000–12.000 kWh/Jahr, ein Einfamilienhaus (130 m²) ca. 15.000–25.000 kWh/Jahr. Der Verbrauch hängt von Dämmung, Baujahr, Heizverhalten und Warmwasserbereitung ab. Den eigenen Verbrauch finden Sie auf der Jahresabrechnung des Gasanbieters.
Wie wechsle ich den Gasanbieter?
Genau wie beim Strom: Verbrauch ermitteln (Jahresabrechnung), Tarif vergleichen (Check24, Verivox), online beauftragen. Der neue Anbieter kündigt beim alten. Dauer: 3–6 Wochen. Die Gasversorgung wird nie unterbrochen — der Netzbetreiber garantiert die durchgehende Versorgung.
Was ist der CO₂-Preis bei Gas?
Seit 2021 wird auf fossile Brennstoffe (Gas, Öl, Benzin, Diesel) ein CO₂-Preis erhoben. 2025 beträgt er 55 €/t CO₂ = ca. 1,1 Ct/kWh Gas. 2026 wird er voraussichtlich auf 65 €/t steigen. Der CO₂-Preis ist im Gaspreis enthalten und macht Gas langfristig teurer. Vermieter müssen seit 2023 einen Teil des CO₂-Preises tragen (je nach Energieeffizienz des Gebäudes).
Lohnt sich eine Wärmepumpe statt Gas?
Langfristig ja: Eine Wärmepumpe erzeugt aus 1 kWh Strom ca. 3–4 kWh Wärme. Bei Stromkosten von 37 Ct/kWh entspricht das ca. 9–12 Ct/kWh Wärme — vergleichbar mit günstigem Gas, aber ohne CO₂-Preis. Die Investition (10.000–20.000 € nach Förderung) amortisiert sich in 8–15 Jahren. Besonders sinnvoll bei Neubau und gut gedämmten Altbauten.
Was passiert, wenn mein Gasanbieter insolvent geht?
Sie fallen automatisch in die Grundversorgung (gesetzlich garantiert). Der örtliche Grundversorger (Stadtwerke) muss Sie sofort beliefern — ohne Unterbrechung. Allerdings ist der Grundversorgungstarif teuer. Wechseln Sie daher schnellstmöglich zu einem günstigeren Anbieter.