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Girokonto 2026: Kosten und Dispo

Kostenlose Girokonten, Kreditkarten und Konditionen der wichtigsten Banken im Vergleich

BaFin (Finanzaufsicht)

Ein kostenloses Girokonto spart bis zu 120 € pro Jahr gegenüber Konten mit Gebühren. Die Unterschiede liegen in: Kontoführungsgebühr, kostenlose Kreditkarte, Geldabheben im Ausland, Dispo-Zinsen und Filialservice. Seit dem Zahlungskontengesetz hat jeder in Deutschland das Recht auf ein Basiskonto.

Letzte Aktualisierung6. September 2026
Art der AnwendungInteraktiver Vergleich
Verifiziert vonTeam AmtsDeutschland.de
Verfasst und geprüft vonAndrés Sánchez Botta
Dieser Vergleich dient der Information. Für verbindliche Auskünfte wenden Sie sich an die jeweiligen Anbieter oder einen Fachberater. Wir sind weder Rechtsanwälte noch Steuerberater: wir dokumentieren Behördengänge und prüfen die Angaben gegen die amtliche Quelle — das ist Information, keine Rechts- oder Steuerberatung.
Marktdurchschnitt

Was ein Dispo im Schnitt kostet

Statt vier Banken mit einem Zinssatz ohne Datum: der amtliche Marktdurchschnitt, mit dem Monat, auf den er sich bezieht.

KennzahlWertHerkunft
Dispositions- und Überziehungszinsen, Neugeschäft9,40 %Deutsche Bundesbank, MFI-Zinsstatistik
BerichtsmonatJuli 2026letzter veröffentlichter Monat der Reihe
ErfasstRevolvierende Kredite und Überziehungskredite an private HaushalteMeldungen der Banken an die Bundesbank

Das ist ein Durchschnitt, kein Angebot. Der Wert fasst das Neugeschäft aller meldenden Banken in Deutschland zusammen. Kein einzelnes Institut muss ihn anbieten, und einzelne Konditionen liegen deutlich darüber oder darunter. Vergleichen Sie damit den Satz auf Ihrem eigenen Kontoauszug — er steht dort und im Preisaushang Ihrer Bank. Liegt er deutlich darüber, ist das ein Grund für ein Gespräch oder einen Wechsel.

Kriterien

Woran sich Girokonten wirklich unterscheiden

Die Kontoführungsgebühr ist selten der teuerste Posten. Diese sechs sind es häufiger.

Der Dispo ist der teuerste Alltagskredit. Wer ihn dauerhaft nutzt, fährt mit einem Ratenkredit zur Umschuldung fast immer günstiger. Die Bank ist verpflichtet, ein Beratungsangebot zu machen, wenn der Dispo über längere Zeit erheblich in Anspruch genommen wird.
Der Kontowechsel ist gesetzlich unterstützt. Die neue Bank muss auf Wunsch die Umstellung der Zahlungspartner übernehmen. Sie müssen Daueraufträge und Lastschriften nicht selbst umziehen.
Häufig gestellte Fragen

Häufige Fragen zum Girokonto-Vergleich

Welches ist das beste kostenlose Girokonto?

Das lässt sich nicht allgemein beantworten, weil «kostenlos» bei praktisch jedem Anbieter an Bedingungen hängt — meist an einem monatlichen Mindestgeldeingang. Prüfen Sie in dieser Reihenfolge: Woran hängt die Gebührenfreiheit und was kostet das Konto, wenn die Bedingung wegfällt? Wie hoch sind Dispo- und Überziehungszins im Preisaushang? An welchen Automaten heben Sie kostenlos ab? Ist eine Girocard enthalten oder nur eine Debitkarte? Und brauchen Sie Filialberatung oder reicht Ihnen eine App?

Was ist der Unterschied zwischen Debitkarte und Kreditkarte?

Eine Debitkarte belastet das Konto sofort bei jeder Zahlung. Eine Kreditkarte sammelt Umsätze und bucht sie gesammelt ab (monatlich). Viele Banken geben nur noch Debitkarten aus (Visa/Mastercard Debit), die fast überall akzeptiert werden. Für Mietwagen und Hotels im Ausland wird manchmal noch eine „echte" Kreditkarte benötigt.

Kann die Bank mein Konto kündigen?

Ja, Banken können Girokonten mit einer Frist von mindestens 2 Monaten ordentlich kündigen. Basiskonten (§ 42 ZKG) dürfen nur aus wichtigem Grund gekündigt werden. Gründe für eine Kündigung: Inaktivität, Missbrauch, Falschidentität oder dauerhaft negatives Guthaben.

Was ist ein Basiskonto?

Seit 2016 hat jeder Verbraucher in Deutschland das Recht auf ein Basiskonto (§ 31 ZKG) — auch Obdachlose, Asylbewerber und Personen ohne festen Wohnsitz. Es umfasst: Überweisungen, Lastschriften, Kartenzahlung, Geldabheben. Es kann nicht überzogen werden (kein Dispo). Kosten: ca. 5–9 €/Monat.

Lohnt sich ein Zweitkonto?

Ein Zweitkonto kann sinnvoll sein für: Getrennte Finanzen in Partnerschaften (Gemeinschaftskonto + private Konten), Budget-Planung (Rechnungskonto + Sparkonto), Sicherheit (falls ein Konto gesperrt wird). Solange die Gebührenfreiheit bei beiden Konten erfüllt bleibt, entstehen keine Extrakosten — prüfen Sie aber, ob ein geteilter Geldeingang die Mindestbedingung noch bei beiden erfüllt.

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