Wie viele Fragen muss ich richtig beantworten?
17 von 33 – also gut die Hälfte. Sie haben 60 Minuten Zeit, und bei jeder Frage stehen vier Antwortmöglichkeiten zur Auswahl, von denen genau eine richtig ist. Für falsche Antworten gibt es keinen Abzug, deshalb sollten Sie keine Frage unbeantwortet lassen. Der gesamte Fragenkatalog ist öffentlich einsehbar, sodass sich der Test gut vorbereiten lässt.
Was kostet der Einbürgerungstest?
25 Euro. Entscheidend ist der Zusatz, der oft fehlt: Die Gebühr fällt je Versuch an. Der Test ist wiederholbar und das Bundesamt nennt keine Obergrenze für Wiederholungen, aber jeder Anlauf ist erneut gebührenpflichtig und benötigt einen neuen Termin. Gründliche Vorbereitung spart hier direkt Geld.
Sind die Fragen überall gleich?
Nicht ganz, und das ist für die Vorbereitung wichtig. 30 Fragen stammen aus den bundesweiten Themenbereichen „Leben in der Demokratie", „Geschichte und Verantwortung" sowie „Mensch und Gesellschaft". Drei Fragen beziehen sich auf das Bundesland, in dem Sie mit Erstwohnsitz gemeldet sind. Lernen Sie deshalb mit dem Katalog für Ihr Land – wer den eines anderen Bundeslandes übt, verschenkt diese drei Fragen.
Kann ich den Test wiederholen?
Ja. Wenn Sie weniger als 17 Fragen richtig beantwortet haben, können Sie ihn erneut ablegen; eine Obergrenze für Wiederholungen nennt das Bundesamt nicht. Planen Sie aber ein, dass jeder Versuch wieder 25 Euro kostet und einen neuen Termin erfordert. Sinnvoll ist, vor dem nächsten Anlauf auszuwerten, welche Themenbereiche gefehlt haben, statt den gesamten Katalog erneut gleichmäßig durchzugehen.
Brauche ich den Test überhaupt?
Möglicherweise nicht. Wenn Sie den Test „Leben in Deutschland" im Rahmen eines Orientierungskurses bestanden haben, kann dieser den Einbürgerungstest ersetzen. Das ist einer der am häufigsten übersehenen Punkte – viele Menschen melden sich an und zahlen 25 Euro für einen Nachweis, den sie längst besitzen. Klären Sie das mit Ihrer Einbürgerungsbehörde, bevor Sie sich anmelden.
Wo kann ich den Test ablegen?
Bei zugelassenen Prüfungsstellen, häufig Volkshochschulen und Trägern von Integrationskursen. Dort melden Sie sich an und entrichten die Gebühr. Wie oft Termine angeboten werden, ist regional unterschiedlich; wenn Sie an eine Frist in Ihrem Einbürgerungsverfahren gebunden sind, fragen Sie früh nach dem nächsten freien Termin.
Wie bereite ich mich am besten vor?
Der Fragenkatalog ist vollständig öffentlich – das ist der große Vorteil dieses Tests. Das Bundesamt stellt einen interaktiven Fragenkatalog sowie Musterbögen bereit. Arbeiten Sie den Katalog einmal ganz durch, achten Sie besonders auf den Landesteil, und machen Sie mindestens einen vollständigen Modelltest unter Zeitbedingungen. Es geht ebenso um das Format wie um die Inhalte: Wer die Fragestellungen kennt, verliert in den 60 Minuten weniger Zeit.
Bin ich nach bestandenem Test eingebürgert?
Nein. Der Test ist nur einer von mehreren Nachweisen im Einbürgerungsverfahren. Über die Einbürgerung selbst entscheidet die zuständige Einbürgerungsbehörde – nicht das Bundesamt – nach den Voraussetzungen des Staatsangehörigkeitsgesetzes, zu denen unter anderem Aufenthaltsdauer, Sprachkenntnisse und die Sicherung des Lebensunterhalts gehören. Bewahren Sie das Testzertifikat auf: Das Verfahren zieht sich häufig über Monate.